Arbeitskreis Präzisionsfertigung von Großbauteilen tagt im GEORGhaus

Der Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen hat am 3. Dezember 2014 die Tagung des Arbeitskreises "Präzisionsfertigung von Großbauteilen" in Kooperation mit dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen ausgerichtet.

Der Arbeitskreis, bestehend aus führenden Unternehmen der deutschen Industrie und dem WZL, erarbeitet Lösungen rund um das Thema Fertigung von Großbauteilen, insbesondere aus den Bereichen Windenergie, der Luft- und Raumfahrtechnik und dem Turbinenbau. Durch immer engere Toleranzvorgaben der Werkstücke bei gleichzeitig großen Arbeitsvolumina der Werkzeugmaschinen stoßen die Herstellung und die Prüfung dieser Bauteile oft an die Grenzen der Fertigungs- und Messtechnik.

Individualisierte Großbauteile werden aufgrund großer Variantenvielfalt in Kleinserien auf hochspezialisierten Werkzeugmaschinen produziert. Investitionen für diese Sondermaschinen, eine spezialisierte Messtechnik, hohe Materialkosten und aufwendige Transport- und Handlingprozesse sind Treiber für eine „First Time Right“ oder „Null-Fehler“ Produktion. Die Basis sind optimierte Fertigungsprozesse, befähigt durch innovative und fertigungsintegrierte Messprozesse.

Der Technologietransfer aus der Forschung in die praktische Anwendung kann nur dann nachhaltig gelingen, wenn die Herausforderungen der Praxis konkret bekannt sind und in ein Anforderungsprofil für die zu entwickelnden Lösungskonzepte überführt werden können. Um den Austausch zwischen Industrie und Forschung zu intensivieren, wurde 2012 der Industriearbeitskreis „Präzisionsfertigung von Großbauteilen“ ins Leben gerufen. Das Konsortium besteht neben den wissenschaftlichen Partnern aus 13 Industrieunternehmen. Maschinenhersteller und -anwender sind ebenso vertreten wie Messtechnikhersteller und Messdienstleister. In gemeinsamen Projekten werden die Probleme der Industriepartner analysiert und Lösungsansätze entwickelt.

GEORG setzt mit dem Maschinentyp GEORG ultraturn MC insbesondere hinsichtlich effektiver und präziser Fertigung von großen und komplexen Werkstücken neue Maßstäbe. Mit Hilfe dieses neuen Maschinentyps ist es erstmalig möglich, eine Komplettbearbeitung von Werkstücken bis 250 to, 4.000 mm Durchmesser und 25.000 mm Länge inklusive der Werkstückvermessung auf der Werkzeugmaschine durchzuführen. Laut Dr.-Ing. Wieland H. Klein ist die neue GEORG ultraturn MC durch das innovative Konzept der Vorsatzköpfe für Dreh-, Fräs- und Schleifoperationen in Kombination mit einem leistungsfähigen Werkzeugwechsler in der Lage, kürzeste Fertigungszeiten zu realisieren.

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